Baustellen, ohne konsequente Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination, gehören zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen. Als mögliche Folgen können sich Unfälle und Gesundheitsrisiken ergeben. Deshalb ist die vorausschauende und gezielte Planung von notwendigen technischen, organisatorischen und persönlichen Sicherheits- und Schutzmaßnahmen durch unsere Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo) für Bauherren und Auftraggeber von Bauvorhaben unerlässlich.
Qualität und Erfahrung
Unterschiedlichste Bauprojekte im Einzelnen in Verbindung mit verschiedensten Aufgabenstellungen der Einsatzbereiche unserer jahrelang erfahrenen SiGeKo´s stellen für unsere Kunden die erforderliche Qualität und Professionalität der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanung gemäß Baustellenverordnung sicher.
Planungsphase
Analysieren und Eruieren – TopDown / Iterativ / Bottom Up
Vorhandene Risiken Aufgrund des dynamischen Bauablaufes, der eingesetzten Arbeitsverfahren, der verwendeten Materialien, das Vorhandensein unterschiedlichster Fachrichtungen mit Gewerken sowie unvorhersehbare Einflüsse von außerhalb der Baustelle kennzeichnen die primärsten Sicherheitsfaktoren der abzubildenden Gefahrenquellen auf Bau- und Montagestellen.
Gleichlautend ist das Schutzziel einer Unfallfreien Baustelle nur erreichbar, insofern das vor Ort eingesetzte Personal - aus allen Prozessebenen – die Vorgaben und Methodik der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanung konsequent in die planmäßig definierten Sicherheitsvorgaben integriert.
Ausführungsphase
Verifizieren und Validieren - Praxistauglich mit System
Die Maßnahmen und der Einsatz notwendiger Sicherheitsvorkehrungen in Form modernster Technologien sowie eine klare Baustellenorganisation reduzieren die vorliegenden Gefahrenquellen erheblich. Entscheidend ist hierfür die Planung und Ausführung von Kollektivschutzmaßnahmen, welche für alle beteiligten das sichere Arbeiten auf Bau- und Montagestellen gewährleisten. Diese können während der Bauphase mittels systemgebundenerKomponenten sowie auch in Form von zusammen gesetzten Einzelkomponenten hin zu einem System zusammengesetzt, eingerichtet und kontrolliert werden.
Nutzungsphase
Niedrige Betriebskosten
Mit dauerhaft wirksamen Schutzeinrichtungen ist im späteren Betrieb mit seinen fest inkludierten Prozessen ebenfalls planmäßig das gefahrlose Arbeiten aller Beschäftigen sichergestellt. Aufgrund ihrer Installation am Bauwerk können hierdurch die Betriebskosten für Wartung- und Instandhaltung technischer Anlagenkomponenten, Bauwerkskonstruktionen und Bestandteilen der Außenanlagen, Grünpflegearbeiten auf Dächern und an Fassadenaußenseiten sowie die Reinigung horizontaler und vor allem vertikaler Flächen im Bereich hoher Innenräume auch mit einem niedrigen Budget realisiert werden.
Unsere Sicherheitsstrategien und Konzepte in Form der Baumerkmalsakten unterstützen so die gestalterischen Absichten der Architekten aus der Planung des Objektes und integrieren die technischen Vorgaben weiterer Fachplaner im Hinblick auf die Umsetzung der gesetzlichenArbeitsschutzvorschriften.
Modernste Prozessabläufe und Methoden zur Unfallvermeidung sorgen dafür, dass die Bauarbeiten reibungslos und sicher ablaufen. Diese Praktiken haben sich in zahlreichen Projekten bewährt, wie zum Beispiel im ZÜBLIN TimberT3-Gebäude in Aichach, bei welchem innovativeSicherheitsstrategien während der Planungs- und Bauphase erfolgreich umgesetzt wurden.
Sicherheitsausrüstung und -technologien: Primäre Schutzfaktoren
Die richtige Schutzausrüstung bildet die Basis für den Schutz der Bauarbeiter. Doch nicht nur die Ausrüstung, sondern auch der Einsatz moderner Bautechnologien in Verbindung mit der Koordination und Integration von Lean-Management bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe spielt eine entscheidende Rolle bei der Unfallvermeidung und sorgt so für eine effiziente Wertschöpfung.
Maßnahmen zur Unfallvermeidung:
- Kollektivschutzmaßnahmen: Minimieren das Risiko von Abstürzen für alle beteiligten
- Absturzsicherungssysteme: Sichern technisch offene Baugruben und Schächte sowie Absturzkanten und Gebäudeöffnungen
- Bautechnologien wie Holz-Hybrid-Bauweise: Methoden der prefabrication reduzieren das Risiko auf der Bau- und Montagestelle durch vorgefertigte Bauteile.
- Sicherheitsbegehungen: Regelmäßige Baustellenkontrollen überwachen die Arbeit vor Ort und die Umsetzung der Vorgaben aus dem SiGe-Plan.
- Kennzeichnungen: Visuelle Kommunikation und Kennzeichnungen verbleibender Gefahrenstellen im Bauablauf von abgesperrten Bereichen sowie organisatorischer Vorschriften für alle durch die Sicherheitskennzeichnungen für Flucht- und Rettungswege, die Lage der Erste-Hilfe-Einrichtungen, Feuerlöscher und Sammelplätzen.
Im T3-Gebäude in Aichach wird ein modernes Sicherheitskonzept mit Holz-Hybrid-Bauweise umgesetzt, bei dem vorgefertigte Holzelemente unter kontrollierten und sicheren Bedingungen im Vorfeld werkseitig hergestellt und auf der Baustelle zusammengesetzt und montiert werden. Dies reduziert nicht nur die Bauzeit, sondern minimiert auch die Gefährdung der Bauarbeiter durch Witterungseinflüsse oder unvorhersehbare Arbeitsbedingungen.
Gefährdungsanalyse und Risikomanagement: Risiken frühzeitig erkennen und abstellen
Ein zentraler Aspekt der Unfallvermeidung ist eine gründliche Gefährdungsanalyse für die Arbeiten auf der Baustelle, die alle potenziellen Risiken während der Arbeiten analysiert und gezielte Gegenmaßnahmen zur Reduzierung des vorhandenen Gefahrenpotentiales vorgibt. Dies umfasst sowohl bekannte Gefährdungen als auch unerwartete Problemstellungen, die durch geänderte Arbeitsbedingungen entstehen können.
Schritte im Risikomanagement:
- Identifikation von Gefahrenquellen: Wo können Unfälle und Gesundheitsrisiken entstehen? Welche Maschinen oder Arbeitsmethoden sind besonders risikobehaftet? Welche Materialien werden eingesetzt und können diese ggf. durch ungefährliche Materialien ersetzt werden?
- Risikobewertung: Wie hoch ist das Risiko eines Unfalls oder Gesundheitsschadens, und wie schwer könnte dieser ausfallen?
- Präventive Maßnahmen: Welche Schutzvorkehrungen sind notwendig, um die Gefährdungen zu minimieren und zu vermeiden? Dazu gehören beispielsweise als primäre Maßnahmenkaskade die Umsetzung und Montage von Absperrungen vor den Auffangeinrichtungen und letztlich dem Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen.
- Überprüfung: Sind die geplanten Maßnahmen gegen Unfälle und Gesundheitsrisiken wirksam? Durch Vor-Ort Kontrollen auf der Baustelle werden vorhandene Risiken weiter reduziert und abgestellt.
Im T3-Projekt in Aichach wurde auch ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheitsvorkehrungen bei den Arbeiten an der Außenanlage und dem Abbruch des Bestandsgebäudes gelegt. Hier wurde der Bauablauf in Phasen organisiert, um zum einen den sicheren Zugang der Bauarbeiter zu gewährleisten und gleichzeitig das Risiko von Unfällen für die Angestellten des Betriebes durch den Um- und Einzug in das neue T3-Gebäude und Abbruch des Bestandsgebäudes zu vermeiden. Die Entkernung und derAbbruch des Bestandsgebäudes erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, wobei ein gezielter Zugang zur Baustelle und ein abgesperrter Sicherheitsbereich auf dem Werksgelände eingerichtet wurde, um gegenseitige Gefährdungen – auch für die Werkmitarbeiter - zu verhindern.
Kontinuierliche Schulung und Weiterbildung: Wissen schützt vor Unfällen
Regelmäßige Schulungen und Sicherheitseinweisungen sind unerlässlich, um alle Mitarbeiter auf die neuesten Sicherheitsstandards und Notfallverfahren vorzubereiten. Diese Routine-Schulungen helfen, das Bewusstsein für Sicherheitsrisiken zu schärfen und den sicheren Umgang mit Maschinen, Arbeits- und Betriebsmitteln sowie eingesetzter Materialien zu fördern.
Alle Mitarbeiter am T3-Gebäude in Aichach wurden kontinuierlich in den aktuellen Sicherheitsvorgaben geschult.
Um im Notfall eine schnelle und sichere Evakuierung zu gewährleisten, wurden zusätzliche Fluchtwege während der Bauphase gekennzeichnet. Durch diese präventivenMaßnahmen ist das auf der Baustelle tätige Personal jederzeit gut informiert und auf mögliche Gefahren vorbereitet.
Präventive Maßnahmen zur Unfallvermeidung als Schlüssel zur Baustellensicherheit
Um Unfälle auf Baustellen zu vermeiden, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Ein sicheres Baustellenmanagement, der Einsatz moderner Technologien und kontinuierliche Schulungen tragen im Gesamten dazu bei, Risiken zu minimieren und die Sicherheit der Arbeiter und Angestellten zu gewährleisten. Das T3-Gebäude in Aichach zeigt beispielhaft, wie eine konsequente Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination unserer SiGeKo´s zum Erfolg eines Bauprojektes beitragen. Durch strukturierte Planung, regelmäßige Sicherheitsbegehungen und die enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit den vor Ort tätigen Projektbeteiligten wurden Risiken frühzeitig erkannt und minimiert.





