Baubegleitende Qualitätsüberwachung

Baubegleitende Qualitätsüberwachung

Baubegleitende Qualitätsüberwachung als Risikominimierung

Rund 13 Prozent des Bauvolumens werden von Planern und Bauherren jährlich aufgebracht, um Fehler und Mängel am Bau aufzudecken und auszugleichen. Daher empfiehlt es sich, einen Sachverständigen für die baubegleitende Qualitätsüberwachung zu beauftragen. Er verfolgt den Bauprozess und prüft regelmäßig, ob die Ausführungen und Materialien fachgerecht verwendet und eingebaut werden. Um Fehler während des Baus zu vermeiden, nimmt der Sachverständige bereits vor Baubeginn eine Qualitätsprüfung der Unterlagen vor. Das Risiko einer Wertminderung des Objekts ist dadurch ausgeschlossen.

Leistungen der Baubegleitenden Qualitätsüberwachung

Niemand möchte den Betrieb einer Baustelle unnötig in die Länge ziehen. Daher ist es wichtig einen erfahrenen Sachverständigen rechtzeitig vor Baubeginn in die Planungen einzubeziehen. Er dient als weitere Überwachungsinstanz, welche den ausführenden Gewerken auf die Finger schaut. Er kontrolliert die fachgerechte Ausführung des Baus und dokumentiert auftretende Fehler. Er informiert den Bauherrn, damit dies entsprechend umgesetzt wird. Im schlimmsten Fall liegt in solch einer Situation die Baustelle für einige Zeit still – bis die Mängel behoben wurden. Neben der fachgerechten Ausführung werden zudem die verwendeten Materialien dokumentiert. Was wurde wo eingebaut – und hat es die entsprechende Güte? Insbesondere bei Materialien, welche im weiteren Bauprozess nicht mehr zu sehen sind – Beton etwa – ist dies ein wichtiges Vorgehen. Nur so ist gewährleistet, dass alles optimal verbaut ist.

Grundsätzlich überprüft der Sachverständige zu den folgenden Zeitpunkten den Bauprozess:

  • Vor Baubeginn
  • Vor dem Befüllen der Baugrube
  • Nach der Fertigstellung des Rohbaus
  • Während des Ausbaus
  • Bei der Bauabnahme

Baubegleitende Qualitätskontrolle sorgt Risiken vor

Die baubegleitende Qualitätsüberwachung ist eine Kontrollinstanz, welche das Risiko einer Wert- und Qualitätsminderung ausschließt. „Pfusch am Bau“ wird dadurch vermieden und die zukünftigen Nutzer des Gebäudes sowie der Bauherr müssen sich in Zukunft mit keinen unnötigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen befassen. Die fortwährende Kontrolle geht mit einer Planprüfung einher. Vorab werden sämtliche Unterlagen bezüglich der verwendeten Materialien oder der Ausführungen gesichtet. Daraus einhergehend schätzt der Sachverständige das Gefahrenpotenzial ab und plant Besichtigungstermine der Baustelle ein, um den Bauherrn und die Arbeiter auf die Risiken hinzuweisen, und Mängel rechtzeitig zu verhindern. Kommt es dennoch zu einem Einsatz von minderwertigen Materialien oder einer falschen Verwendung beziehungsweise Einbau dieser, müssen sie entnommen werden. Ist dies nicht mehr möglich, wird diskutiert, ob es zu einer Wertminderung kommt.

Sachverständiger dient als Mediator

Bei der baugleitenden Qualitätsüberwachung ist der Sachverständige für einen offenen Kommunikationsfluss zwischen Bauherr und Gewerke zuständig. Meist fühlt sich für die Beseitigung von Mängeln niemand angesprochen, oder zuständig, was abermals zum Zeitverlust führt. Das Vertrauen muss somit gegeben sein, damit der Bauherr die Hinweise auf Baufehler an seine beauftragten Gewerke weitergibt und einen Änderungs- und Zeitplan entwirft.