zurück

Unfallfrei Bauen - mit den Koordinatoren von Kling Consult


  • Dezember 2017
  • Dipl.-Ing. (FH) Hasan Ilgüz

Die Baubranche boomt, Firmen sind über Monate hinweg vollbeschäftigt. Die Bauherren sind bestrebt schnell und möglichst kostengünstig zu bauen. Hier leidet aber fast immer neben der Qualität auch die Arbeitssicherheit. Dennoch dürfen von der Baustelle zu keiner Zeit Gefahren für die am Bau Beteiligten, für Dritte und die Umwelt ausgehen. 

Nur klare arbeitsschutzrelevante Vorgaben, wie z.B. der Einsatz von gemeinsam genutzten Sicherheitseinrichtungen gewährleisten einen unfallfreien Bauablauf. Der einwandfreie Betrieb muss über die gesamte Dauer aktiv geplant, gesichert und kontrolliert werden.

Baustellenverordnung und Koordinatoren
Die Baustellenverordnung (BaustellV) setzt seit 1998 die EU-Sicherheits-und Gesundheitsrichtlinie 92/57/EWG in nationales Recht um. Sie richtet sich primär an den Bauherrn als Veranlasser eines Bauvorhabens und zielt auf eine bessere Koordinierung der Sicherheitsmaßnahmen ab. Durch die Bestellung eines Koordinators erfüllt er eine seiner wesentlichen Verpflichtungen nach § 3 BaustellV. 
Der Koordinator hat die Aufgabe, den Bauherrn sowie Planer, Architekten und ausführende Baubetriebe bei ihrer Zusammenarbeit zu unterstützen und den Sicherheits- und Gesundheitsschutz in die verschiedenen Bauphasen einzubinden. Er muss die Fähigkeit besitzen, Arbeitsabläufe systematisch, vorausschauend und gewerkeübergreifend zu durchdenken, sich anbahnende Gefährdungen bereits im Vorfeld zu erkennen, die gebotenen Koordinationsmaßnahmen zu treffen und die Umsetzung zu kontrollieren. Hierfür ist neben arbeitsschutzfachlichen Kenntnissen auch ein großes Maß an Sozialkompetenz zur Wahrnehmung seiner Aufgaben notwendig. Laufende Aktualisierungen von arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben und neue Bautechniken erfordern eine dauernde Weiterbildung.
KC verfügt über geeignete Koordinatoren im Sinne der BaustellV, die über ausreichende und einschlägige baufachliche Kenntnisse, Kenntnisse der Sicherheitstechnik und des Gesundheitsschutzes sowie spezielle Koordinatorenkenntnisse verfügen und sich über Schulungen regelmäßig fortbilden.

Der Sicherheits- und Gesundheitskoordinator übernimmt folgende Aufgaben:


1. Die Vorankündigung ist für Baustellen nötig, bei denen die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage beträgt und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden oder wenn der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage übersteigt.

2. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Plan ist in der Vorbereitungsphase zu erstellen und muss die für die betreffende Baustelle anzuwendenden Arbeitsschutzbestimmungen erkennen lassen.

3. Die SIGE-Unterlage ist ein Dokument das die erforderlichen Angaben zur baulichen Anlage enthält, die zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit bei späteren Arbeiten wie Nutzung, Wartung, Instandhaltung, Umbauarbeiten oder Abbruch zu berücksichtigen sind. Sie wird durch Kling Consult erstellt, fortgeschrieben und dem Bauherrn übergeben.

4. In der Baustellenordnung werden durch KC in Abstimmung mit dem Bauherrn die allgemeinen Anforderungen an das Verhalten und die Zusammenarbeit aller Firmen auf der Baustelle definiert und Verantwortung, sowie Zuständigkeiten festgelegt.

In der Ausführungsphase des Bauvorhabens erfolgt die Koordination durch die Anwendung der allgemeinen Grundsätze nach § 4 ArbSchG und die Umsetzung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen gem. SiGe-Plan durch die beteiligten Unternehmen.

Fazit
Mit dem Einsatz von SiGe-Koordinatoren profitiert der Bauherr von störungsfreien Bauabläufen, kurzen Bauzeiten sowie einer sicheren Wartung und Instandhaltung der Bauwerke. KC verfügt aktuell über 4 Sicherheits- und Gesundheitskoordinatoren.

Leiter des Teams Bauleitung in der Niederlassung Augsburg ist 
Dipl.-Ing. (FH) 
Hasan Ilgüz