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Klinikum Augsburg - Erweiterung West: Platz für 136 Intensivbetten


  • Dezember 2017
  • Dipl.-Ing. Axel Krauß

Spatenstich - Grundsteinlegung – Richtfest: Das sind die äußeren Meilensteine vieler Bauvorhaben, welche mit viel Prominenz auf der Baustelle begangen werden.

Für den Tragwerksplaner bedeutet dies, dass zum Spatenstich alle Bewehrungspläne geprüft und baufrei vorliegen müssen.
Bis dahin waren bei dem 110 Millionen Euro Projekt Erweiterung West am Klinikum in Augsburg, der derzeitig größten Baumaßnahme an einem bayrischen Krankenhaus, für das Team Tragwerksplanung so manche Herausforderung zu meistern.

Herausforderung Baugruben: 
Unmittelbar an das bestehende Klinikum angrenzend musste bis unter die Bestandsfundamente abgegraben werden, zudem im Grundwasser, was die Ausführung einer wasserdichten, rückverankerten Bohrpfahlwand erforderlich machte. In Zusammenarbeit mit dem Baugrundinstitut Kling Consult (BIKC), welches für die geotechnische Beratung zuständig war, wurde in einer 3-D Simulation die Auswirkung des Erdaushubs, der Verbaumaßnahme und des anschließenden Neubaus (zwei Tiefgeschosse, Erdgeschoss, Vier Obergeschosse) im Hinblick auf Hebungen, Setzungen und mögliche Schiefstellungen der Baukörper untersucht. Während der Bauphase überprüft wurden die geotechnischen Berechnungsergebnisse durch das KC-Vermessungsteam, die gute Übereinstimmung der Ergebnisse bestätigte die Richtigkeit der getroffenen Annahmen.

Ingenieurbauwerke für Erschließung des Neubaus
Zum einen galt es wegen der Topographie der Außenanlagen ein 16 m breites Brückenbauwerk zu planen, um Zufahrt und Umfahrbarkeit des Klinikums zu ermöglichen.

Zum anderen wurde ein 110 m langer, unterirdischer und zweigeschossiger Medien- und Versorgungstunnel zur Anbindung des Neubaus an die bestehenden Energiezentrale notwendig.
 
Und natürlich das eigentliche Hauptgebäude mit Grundrissabmessungen von 90 m x 45 m und 7 Geschossen, die bereichsweise Aufstockung des Bestandes, die Anbindung zum zeitgleich errichteten Modulbau der Notaufnahme (Planung TWP ebenfalls KC) sowie zahlreichen Umbaumaßnahmen im Bestand. 
Die Vielzahl der Planungsaufgaben und die enge Terminschiene machten es notwendig, dass in der Hauptprojektzeit 6 Ingenieure und 6 Konstrukteure an dieser Maßnahme arbeiteten. 
Die KC-Teams haben damit nach dem Neubau des Mutter- Kind- Zentrums, der Sanierung des Zentral OPs und dem oben erwähnten Neubau der Notaufnahme ein weiteres Großprojekt am Klinikum in Augsburg erfolgreich abgewickelt.

Leiter dieses interdisziplinären KC-Projektes ist 
Dipl.-Ing. Axel Krauß

Verbau Medien- und Versorgungstunnel

Spatenstich

Richtfest - Blick über die Brücke zum Hauptgebäude