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Generalsanierung des Simpert-Kraemer-Gymnasiums


  • November 2018
  • M.A. Architekt Fabian Prix

Anfang 2018 startete im Auftrag des Bauherren Landkreis Günzburg die Generalsanierung des 1966 erbauten Simpert-Kraemer-Gymnasiums (SKG) in Krumbach, welche sich insgesamt über 4 Jahre erstrecken wird. In einem mit der Schulleitung abgestimmten Konzept wurden die Sanierung sowie der damit zusammenhängende Umbau so geregelt, dass der Schulbetrieb ohne Auslagerungen oder Interims-Unterrichtsräume kontinuierlich weiterlaufen kann. Das Bauvorhaben ist in vier Bauabschnitte aufgegliedert, in den Ferienzeiten finden die jeweiligen Umzüge statt.


Wesentliche Aufgaben der Generalsanierung sind neben der Sanierung des Tragwerks die Berücksichtigung neuer Anforderungen an Schulräume sowie die neu organisierte Anordnung der unterschiedlichen Funktionsbereiche. Die Gebäudehülle erhält zur Verbesserung der Energiebilanz und gemäß aktuellen Bauvorschriften eine neue Wärmedämmung sowie eine neue Fassadengestaltung. Zusätzlich wird die gesamte Technische Gebäudeausrüstung erneuert, die Schule erhält eine Lüftungsanlage für die Versammlungsräume sowie eine Photovoltaikanlage auf den Dächern.


Highlight des Umbaus wird die neu errichtete Pausenhalle, welche sich über zwei Stockwerke erstreckt und der neu platzierten Schülerbibliothek spannende Blickbeziehungen verleiht. Die neue Halle, welche gleichzeitig als Versammlungsstätte dienen wird, wurde in den bestehenden Innenhof hineingebaut, sie erhielt wegen der speziellen Baugrundverhältnisse eine Gründung mit Mikropfählen. Alle Maschinen und das gesamte Baumaterial müssen hierzu mittels Kran in den dreistöckigen Innenhof gehoben werden.


Das bestehende Brückenbauwerk (alter Musiksaal) wird im letzten Bauabschnitt abgebrochen, da eine Sanierung nicht sinnvoll durchzuführen ist. Der Container-Pavillon, der sich im Schulhof befindet und vor einigen Jahren als Übergangs-Klassenzimmer errichtet wurde, wird wieder rückgebaut.


Das KC-Team Bauleitung verwirklicht gemeinsam mit dem ARGE-Partner Köhler Architekten Gauting, die für die Planung verantwortlich sind, dieses Bauvorhaben. Spannend bei dieser Sanierungsmaßnahme im laufenden Betrieb ist die tagesaktuelle Abstimmung mit allen Beteiligten (Schule, Bauherr, Planer, Baufirmen, …), um bspw. die Prüfungsphasen trotz laufender Baustelle abhalten zu können. Ebenso spannend ist der Umstand, dass Bestandspläne aus der damaligen Zeit nicht immer mit dem gebauten Ist übereinstimmen, so dass während laufender Sanierung die Planung häufig angepasst werden musste. Das Gesamt-Investitionsvolumen beträgt 22 Millionen Euro.