Brandschutz - wichtiger Bestandteil der integralen Planung


  • Dezember 2017
  • Dipl.-Ing. (FH), Architekt Ingo Winkler

Generalplaner Kling Consult übernimmt diese Beratungsleistung

„Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss!“
So urteilte bereits das Oberverwaltungsgericht Münster 1987.

Die integrale Planung von Kling Consult setzt die Schutzziele der Brandschutzplanung grundsätzlich bei allen Bauaufgaben um. Entsprechend der Musterbauordnung (§ 14 MBO) können folgende Standardziele formuliert werden:

Schutz vor Feuer und Rauch
Rettung von Menschen und Tieren
Wirksame Löscharbeiten

Wenn Bauherrn und Planer den Brandschutz im Sinne dieser Schutzziele verstehen bewirkt effektiver Brandschutz, dass sich Menschen im Brandfall auf ein Sicherheitskonzept verlassen und selbst retten können. Die Erstellung eines solchen Konzeptes gehört zur Planung eines Gebäudes. Je früher dies in die Planungsphase einfließt, desto besser kann der architektonische Entwurf umgesetzt und aufwendige Nachrüstungen oder Mehrkosten vermieden werden.

Wie erreichen wir diese Ziele?
Ein optimales Brandschutzkonzept berücksichtigt die Nutzung eines Gebäudes und bietet ein Gesamtpaket zum Schutz von Personen und Sachwerten. Im Einzelnen betrachtet der Nachweisersteller unterschiedliche Arten vom Brandschutz.
Der abwehrende Brandschutz und die Aufgaben der Feuerwehr betreffen nicht das Baurecht und sind in den Feuerwehrgesetzen der Länder geregelt. Die Zugänglichkeit von Gebäuden, die Angriffswege für die Feuerwehr und die Löschwassermengen, die für die Rettung und die Löscharbeiten erforderlich sind, spielen hier eine wichtige Rolle. Die KC-Architekten überlegen daher bei der Planung, welche Rettungswege sie den Nutzern zumuten und was es beispielsweise bedeutet, im Brandfall über eine 12 m hohe Leiter gerettet zu werden. Wichtig ist es, umzugsgerechte Lösungen zu finden.

Praktisches Beispiel für die Umsetzung 
Am Ende einer durchgängigen Brandschutzplanung steht die Detailarbeit. Die Ausführung eines feuerbeständigen Brandschotts in einer F90-Schachtwand aus Trockenbau ist eines der Details, die besondere Sorgfalt erfordern. Bei einem aktuellen Projekt des KC-Architektur-Teams werden beispielsweise in einer vorbereiteten und verstärkten Öffnung Wasser-, Abwasser und Elektroleitungen so angeordnet, dass die Leitungen einzeln mit Brandschutzmanschetten versehen und anschließend der verbleibende Querschnitt mit Brandschutzmörtel verschlossen werden kann. 

Für die Gesamtabnahme eines Gebäudes kommt aus dem Baurecht die Forderung nach einer summarischen Brandschutzbescheinigung. Der abnahmefähige Zustand solcher Schotts ist hierfür unabdingbare Voraussetzung. Daher ist eine lückenlose fachgerechte Bearbeitung der Brandschutzdetails vom Entwurf über die Ausschreibung und Objektüberwachung bis hin zur Dokumentation ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit des KC Architektur-Teams. 

Leiter des KC-Architektur Teams ist 
Dipl.-Ing. (FH), Architekt 
Ingo Winkler